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Galerie Kunst-Geschoss

Himmelfahrt in's KUNST-GESCHOSS

Himmelfahrt in's KUNST-GESCHOSS - neue Ausstellung geöffnet!

Sehr verehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde der Stadtgalerie KUNST-GESCHOSS,

es muss mit dem Teufel zu gehen, wenn jetzt noch was dazwischen kommt! Die Inzidenzwerte für den Landkreis Potsdam-Mittelmark sind in einer Woche (vom Freitag bis Freitag) um 26 Prozentpunkte gefallen.
Wir können also nach sechs Monaten (drei Ausrufezeichen !!!) die Galerie wieder öffnen. Zwei Ausstellungen hatte es in dieser Zeit voll erwischt, die eine Ausstellung hing fix und fertig und durfte nie gezeigt werden, die andere Ausstellung haben wir gar nicht erst auf gebaut und gleich um ein Jahr verschoben. Klingt alles irgendwie nach Lösung, ist aber auch eine Verlängerung der Wartezeit für die Künstler, die mit einer Ausstellung eingeplant sind. In der Regel hat die Galerie einen drei jährigen Planungsvorlauf.
Aber alles wird gut....

Der Sommer ist da, er hat sich mit einem Schlag und satten 10 Grad Unterschied zum gestrigen Tag eingeschoben. Das hebt die Laune und macht Freude. Ich bin felsenfest der Meinung, dass heute gesamtgesellschaftlich gute Laune im Land herrscht.
Daher noch Mal zur Erinnerung:

Am Himmelfahrtstag geht's in die Stadtgalerie KUNST-GESCHOSS!
Ab Donnerstag, 13.5. 2021, 13 Uhr hat die neue Ausstellung geöffnet.
Die Künstlerin wird am Donnerstag persönlich in der Galerie sein.

JANA WILSKY
visibilis
MIT DEN AUGEN HÖREN

KUNST-GESCHOSS
Uferstraße 10 - 14542 Werder (Havel) Inselstadt

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Einführung in die Ausstellung
Die Empfindungswelt der Potsdamer Künstlerin Jana Wilsky wurde bereits ab dem Alter von acht Jahren mit dem Violinenspiel und entsprechend ausdauerndem Unterricht geprägt. Der Abschluss an der Fachhochschule Potsdam, Studiengang Kommunikationsdesign zur Diplom-Designerin ist die Basis für ihre spätere Freiberuflichkeit als Bildende Künstlerin. Die Entstehung ihrer Werke sieht sie als gestalterischen Prozess, der oft ohne konkrete Bildvorstellungen mit einem horror vacui beginnt. Die Formen, die Farben und die Komposition sind vom individualistischen Arbeitsrhythmus geprägt. Der erste gesetzte Farbton, die erste gegebene grafische Linie sind bestimmend für den Ausgang dieses Prozesses.
In den verschiedenen Phasen ihres künstlerischen Schaffens zeigt sie immer wieder eine Feinfühligkeit, die auf ihrem musischen Gefühlsleben basiert. Dabei fühlt sich die Künstlerin der Farbe Blau in all ihren Abstufungen mehr als verbunden. Für Jana Wilsky ist Blau das Sinnbild für räumliche Weite und geografische Ferne, die aus ihrem Inneren heraus schwingt. Dieses Faible zieht sich durch all ihre Schaffensperioden. Es ist wie selbstverständlich, dass sich die Grüntöne früherer Werke mit der Reduktion des Gelbanteils zu eben jenem reinen Blau entwickelten, mit dem die Künstlerin heute in einem psychischen und künstlerischen Gleichklang leben kann. Auch ist es gut zu verstehen, dass die seit ihrer Kindheit vorhandenen Notenblätter die anfängliche Basis für ihre Grafiken bzw. Gemälde bilden. Die Angst vor dem leeren Blatt, vor dem leeren Malgrund wird durch ein ihr vertrautes Medium genommen. Die collagierten Noten zeigen einen Rhythmus, den die Künstlerin versteht, den sie in den weiteren Weg der Entstehung aufnehmen kann - es ist ein Dialog, der sich nicht auf Worten, sondern akustischem Vernehmen gründet. Das Ausprobieren, das Suchen, das Negieren, das endgültig Gefundene eröffnet eine imaginäre Traumwelt. Die abstrakten Werke werden durch die individualistische Auffassung der Rezipienten zu Werken mit sehr konkreten Bildinhalten und können unendlich interpretiert werden. Im letzten Jahr, einem Jahr des Corona bedingten Rückzuges, hat die Künstlerin ihr Ausdrucksspektrum mit der Objektkunst erweitert. Auch hier hat das Musische einen festen Platz im künstlerischen Handeln. Die Künstlerin spielt mit musikinstrumentarischen Bauteilen, erfindet ganz konkrete Figurinen, Wesen, Beziehungen und Konstellationen, die über ein „aha“ weit hinaus gehen. Das kindliche Spiel, als unablässige Basis für eine gesunde Menschenentwicklung, ist hier ganz konkrete Bewältigung der mit Verordnungen auferlegten Isolation und innergesellschaftlicher Veränderungen. Die aktuellsten grafischen Blätter aus der Tanzfalter-Serie offerieren mit wiederentdeckten frischen Grüntönen Hoffnung und Veränderung zum Positiven, was sich auch im natürlichen Jahreszeitenrhythmus gründet.
Die Künstlerin ist Suchende und Gebende zugleich, ihre Arbeiten spiegeln eine tiefe, innere Gefühlswelt wieder, die sich auf musischem Empfinden und bildkünstlerischem Verlangen gründet. Ihre Werke lassen uns mit den Augen hören ...
Frank W. Weber – Kurator der Stadtgalerie KUNST-GESCHOSS
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An das allgemeine Procedere haben wir uns ja schon gewöhnt:
1. Das Zeitfenster für den Besuch wird bei uns nicht online gebucht, es wird Ihnen vor Ort zeitnah zugewiesen.
2. Sie müssen sich mit Name, e-Mail oder Telefonnummer und Anwesenheitszeitraum in eine Liste eintragen.
3. Medizinischer Mundschutz ist erforderlich
4. Abstand halten und am Boden ausgewiesenen Rundgang befolgen
5. Handdesinfektionsmittel ist vor Ort.
Alle wichtigen Informationen können tagaktuell auf unserem Blog der Galerie: https://kunst-geschoss.tumblr.com/ gelesen werden. Dort können Sie auch den 7-Tage Verlauf der Pandemie für den Landkreis Potsdam-Mittelmark sehen und eigene Schlussfolgerungen ziehen. Denn für den Fall einer Überschreitung von 100 müssen wir am übernächsten Tag die Galerie wieder schließen. Aber bei solch herrlichem Sonnenscheinwetter verdrängen wir das einfach ...

Ich freue mich, auch im Namen der Künstlerin, Sie/Euch in der Galerie begrüßen zu können. Wir haben dann wie immer Donnerstag, Samstag und Sonntag von 13-18 Uhr geöffnet. Auch am Pfingstwochenende.

Ich verbleibe wie immer, mit freundlichen Grüßen von Haus zu Haus,
Ihr/Euer
Frank W. Weber
Kurator der Stadtgalerie KUNST-GESCHOSS

Wir sehen uns!