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Pressemitteilungen

Einheimischen-Modell für Baulandvergabe

Einheimischen-Modell für Baulandvergabe beschlossen

Die Vergabe von Bauplätzen für Ein- und Mehrfamilienhäuser in Werder (Havel) soll künftig bevorzugt an Werderaner Familien erfolgen, die sich ehrenamtlich engagieren, in Werder arbeiten oder sich wirtschaftlich betätigen. Die Stadtverwaltung soll eine Satzung für ein solches „Einheimischen-Modell“ entwerfen. Das haben die Stadtverordneten am Montagabend mehrheitlich beschlossen.

Aktuell arbeitet die Verwaltung bereits nach einem früheren Beschluss der Stadtverordneten am Entwurf einer sogenannten „Folgekostenrichtlinie“ zur Baulandentwicklung, mit der Bauherren in Werder an den sozialen Folgekosten für ihre Projekte beteiligt werden sollen. Gemeint sind beispielsweise Grundschul- und Kitaplätze.

Städtebauliche Ziele sollen mit diesen Instrumenten mit politischen und sozialen Zielen besser in Einklang gebracht werden.

Kontaktnachverfolgung mit Corona-Warn-App

Die digitale Kontaktnachverfolgung beim Betreten der Werderaner Rathausstandorte läuft jetzt nur noch über die Corona-Warn-App. Von der Luca-App wird sich die Stadtverwaltung im Laufe dieser Woche verabschieden.

Der weitere Verlauf der fünften Corona-Welle hängt auch davon ab, wie digitale Methoden der Kontaktnachverfolgung genutzt werden. Seit November vergangenen Jahres nutzt die Stadtverwaltung Werder diese Möglichkeit zur Bekämpfung der Pandemie. Besucher werden seitdem gebeten, sich beim Betreten der Rathausstandorte und des Bürgerservices über den QR-Code am Eingang mit der Luca-App oder der Corona-Warn-App anzumelden.

Diese Anmeldung wird künftig nur noch über die Corona-Warn-App möglich sein, die vom Robert-Koch-Institut herausgegeben wurde. Die Umstellung erfolgt im Laufe dieser Woche. Hintergrund ist die Ankündigung des Landes Brandenburg, aus dem Vertrag mit dem Dienstleister der Luca-App aus Datenschutzgründen voraussichtlich auszusteigen. Zudem wurde der Service der vom Robert-Koch-Institut herausgegebenen Corona-Warn-App deutlich ausgebaut, im November auch beim Einchecken in Gebäude.

Corona-Warn-App und Luca-App sind laut RKI weiterhin unterschiedliche Angebote mit unterschiedlichen Zielsetzungen. Die Corona-Warn-App ermöglicht eine schnelle Warnung von Personen nach dem Peer-to-Peer-Prinzip, dem anonymen Datenaustauschs zwischen Nutzern. Die Warnung erfolgt über die App. Die Luca-App hingegen dient hauptsächlich der digitalen Erfassung von Kontaktdaten von Veranstaltungsteilnehmern. Die Warnung erfolgt durch das Gesundheitsamt.

Für den Rathausbesuch ist das Angebot des RKI gut geeignet. In den Rathäusern der Stadt Werder (Havel) und im Bürgerservice ist der Publikumsverkehr wegen der Corona-Lage weiter auf unvermeidliche Vorgänge eingeschränkt. Bürger werden gebeten, sich für alle Anliegen per E-Mail oder telefonisch zu den gewohnten Sprechzeiten an die Mitarbeiter zu wenden. Auf der kommunalen Homepage ist ein Dienstleistungs-A-Z mit allen Kontakten der Stadtverwaltung eingerichtet.

Für Anliegen, für die ein persönliches Erscheinen unabdingbar ist (z.B. Aufgebot zur Eheschließung, Personaldokument beantragen), können Termine mit Mitarbeitern der Rathäuser telefonisch und für den Bürgerservice' zusätzlich auch online vereinbart werden. Die Briefwahl zur Landratswahl und die Teilnahme am laufenden Volksbegehren ist ebenfalls zu den Öffnungszeiten möglich.

Millioneninvestitionen in Werders Schulen

Die Stadtverordnetenversammlung Werder (Havel) hat am Donnerstagabend den Doppelhaushalt 2022/2023 beschlossen.
Die im Haushalt veranschlagten Aufwendungen belaufen sich auf 127,5 Millionen Euro. Hinzu kommen Investitionen von 32,5 Millionen Euro.

Der Fokus des Investitionen liegt in den kommenden beiden Jahren auf den Schulen, wofür auch Förderanträge an das Land Brandenburg gestellt wurden.

Viele Millionen für Schulneubauten

Mit der Erweiterung des Ernst-Haeckel-Gymnasiums wurde bereits begonnen. In den kommenden beiden Jahren soll für 8,4 Millionen Euro eine Schulaula für 748 Gäste mit acht Unterrichtsräumen entstehen.

Außerdem ist die Erweiterung der Karl-Hagemeister-Grundschule einschließlich Schulhofsanierung geplant. Ein Neubau mit 24 Klassen- und Gruppenräumen und einer Mensa soll entstehen. 9,3 Millionen Euro stehen dafür bereit.

Für die Erweiterung der Grundschule Glindow sind Planungsgelder eingestellt. Für die Dümichen-Turnhalle ist die Errichtung von Umkleiden geplant.

Mit der Hoffbauerstiftung sind Baukostenzuschüsse für die Errichtung des Bildungscampus in Glindow vereinbart. Beginnend im Jahr 2021 sollen bis 2024 insgesamt 4,5 Millionen Euro ausgezahlt werden.

Für die Kinder baut die HGW eine Kita mit 200 Plätzen, was sich, beginnend im nächsten Jahr, ebenfalls im Haushalt widerspiegeln wird. Die Kita wird von der Independent-Living-Stiftung betrieben werden.

Zweiter Fokus: Personalentwicklung

Ein zweiter Fokus liegt auf der Personalentwicklung der Stadtverwaltung: Mit 43,3 Millionen Euro sind die Aufwendungen dafür die größte Aufwandsposition des Doppelhaushalts. Die Planung basiert auf dem von den Stadtverordneten beschlossenen Stellenplan.

In diesem Jahr hat der Fachbereich 0 (Liegenschafts- und Gebäudemanagement) erfolgreich seine Arbeit aufgenommen. Es gab und gibt zahlreiche Umbauten und Umzüge an den Rathausstandorten.

17 neue Stellen wurden in der Kernverwaltung in den vergangenen zwei Jahren geschaffen und 25 kommen in den nächsten beiden Jahren noch hinzu. Die Kernverwaltung wird dann 169 Mitarbeiter haben.

Eine notwendige Entwicklung angesichts wachsender Einwohnerzahlen und des damit verbundenen Aufgabenspektrums. Das gilt auch für den Kitabereich: Im kommenden Jahr wird dort mit 22 Neueinstellungen ein Stand von 202 Beschäftigten erreicht.

Andere Themen werden im Blick behalten

Andere kommunale Themen werden nicht aus dem Auge verloren: Die Investitionen für Feuerwehrtechnik und Ausstattung werden fortgesetzt, der Betrieb der Tee- und Wärmestube als Hilfs- und Begegnungszentrum wieder aufgenommen.

Die Vereinsförderung wird um gut ein Drittel auf 335.000 Euro erhöht. Für die Ortsbeiräte werden zusätzliche Mittel von jährlich 1.500 für Glindow und Töplitz beziehungsweise 2.000 Euro für die anderen Ortsteile bereitgestellt.

Für das neue Inselzentrum Töplitz sollen 2022 vorbereitende Planungen stattfinden. Zur Durchführung der Maßnahme mit Fördermitteln sollen 2023 1,7 Millionen Euro bereitgestellt werden.

Unterstützung für Waldkleeblatt

Die Umweltvereinigung Waldkleeblatt - Natürlich Zauche e.V. wird im Rahmen eines möglichen Klageverfahrens gegen die Aufstellung von Windrädern in der Bliesendorfer Heide von der Stadt Werder (Havel) mit 20.000 Euro finanziell unterstützt. Das haben die Stadtverordneten am Donnerstagabend beschlossen. Konkret geht es um den Antrag der Firma Notus Energy Plan GmbH & Co KG zur Errichtung und den Betrieb von sieben Windrädern auf der Gemarkung Ferch.
Das gemeindliche Einvernehmen zu diesem Projekt war bereits von der Stadtverordnetenversammlung vom 28.11.2018 versagt worden. Der ursprüngliche Antrag der Firma für 18 Windräder wurde im September 2019 auf 7 Windräder mit Standorten in der Gemarkung Ferch reduziert. Durch den geänderten Antrag ist die Stadt Werder (Havel) nicht mehr Standortgemeinde, sondern wird rechtlich nur als Nachbargemeinde beteiligt. Dass sich die Windräder nah an den Ortsteilen Bliesendorf und Glindow befinden würden, spielt dabei keine Rolle.
Die Erfolgsaussichten bei einer Klage gegen die Windenergieanlagen durch die Stadt sind dadurch nicht mehr erfolgsversprechend. Der Waldkleeblatt-Natürlich Zauche e.V. ist als anerkannte Umweltvereinigung klageberechtigt. Die entgegenstehenden Belange des Naturschutzes, des Wasserschutzes und des Landschaftsschutzes können im Falle einer Genehmigung der Windräder durch das Landesumweltamt bei einer Klage durch die Umweltvereinigung Waldkleeblatt - Natürlich Zauche e.V. vorgetragen werden.

Impftag in Werder am 16. Januar

Am Sonntag, 16. Januar, von 11 bis ca. 15 Uhr findet der nächste Impftag ohne Anmeldung auf der Bismarckhöhe in Werder (Havel), Hoher Weg 150, statt. Es stehen die Impfstoffe von Biontech, Moderna und Johnson & Johnson zur Verfügung. Alle Informationen unter www.werder-havel.de/impftermin.

Neues Buch zur Geschichte der Gartenbauschulen

Ortschronist und Ehrenbürger Dr. Baldur Martin hat erneut ein Buch über seine Heimatstadt Werder (Havel) geschrieben. Es widmet sich der Geschichte der Gärtnerausbildung in der Stadt. Der Buchtitel lautet „Die Gartenbauschulen in Werder (Havel)“, der ironische Untertitel „Nicht nur die Harten kommen in den Garten“.

Kern des Buchs ist die Geschichte der Betriebsberufsschule für Gartenbau in Werder in der DDR. Dr. Martin war vier Jahrzehnte lang selbst Gartenbaulehrer an dieser Schule und ist damit Teil dieser Vergangenheit. Besonders spürbar wird das, wenn er zwischen den Buchkapiteln, die vom Ausbildungsablauf, der politischen Einflussnahme bis hin zur Freizeitgestaltung reichen, thematische Erfahrungsberichte als Ich-Erzähler einbringt.

Ein kleinerer Teil des Buchs widmet sich außerdem der Geschichte der Ingenieurschule für Gartenbau Peter Joseph Lenné, die ebenfalls bis zur Wendezeit in Werder (Havel) ihren Standort hatte. Hierfür nutzte Baldur Martin auch Material des früheren Schuldirektors Prof. Ernst Greulich.

Bürgermeisterin Manuela Saß schreibt im Vorwort des Buches u.a.:

„Bei allen Fragezeichen, die hinter der Zwangskollektivierung und der industriellen Pflanzenproduktion zu setzen sind, müssen die Leistungen, die Innovationskraft und Fachkunde des Werderaner Gärtnerstandes, der DDR-Bürger von Rostock bis Karl-Marx-Stadt mit Obst und Gemüse versorgte, gewürdigt werden. Die hervorragend recherchierte und reich bebilderte Dokumentation unseres Ehrenbürgers Dr. Baldur Martin leistet dazu einen wichtigen Beitrag.

Sie wirft ein differenziertes Bild auf die Wissensvermittlung und den Alltag der Gärtnerausbildung in der DDR - und den häufig kraftzehrenden Einfluss des Staatsapparates. Letzterer konnte dank des Engagements der Werderaner Pädagoginnen und Pädagogen, der Gärtnerinnen und Gärtner den Erfolg der Ausbildung nicht verhindern.

Viele Absolventen der Ausbildungsstätten für Gartenbau in Werder festigen bis heute deutschlandweit das Image Werders als Blütenstadt und Zentrum des Gartenbaus.“

Das Buch wurde vom Heimatverein Werder (Havel) herausgegeben, der Druck wurde von der Stadt Werder (Havel) und dem Landkreis Potsdam-Mittelmark unterstützt. Das Buch ist für 23 Euro in der Buchhandlung Hellmich in Werder, im Kartenhaus im Werderpark, in der Boutique GaheJuwéle in den Havelauen und in der Tourist-Information erhältlich.

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Henry Klix

Auf Anordnung

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