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Pressemitteilungen

Eintrittspreise für Werder-Bäder-Pass beschlossen

Ergänzend zum im September beschlossenen Einheimischen-Modell hat die Stadtverordnetenversammlung von Werder (Havel) am Dienstagabend die neuen Eintrittspreise für die Havel-Therme für Einwohner und Übernachtungsgäste der Stadt beschlossen. Vor dem Hintergrund der Energiekrise und der allgemeinen Preissteigerungen hatte die Havel Therme GmbH gegenüber der Stadt zuvor nachvollziehbar dargelegt, dass Preisanpassungen unvermeidbar sein werden. Die Kalkulation der bislang geltenden Eintrittspreise stammt aus dem Jahr 2018.

Im Thermen- und Saunabereich und an den Wochenenden ist der Betreiber in der Preisgestaltung frei. Die günstigen Eintrittspreise an den Wochentagen im Sport- und Familienbereich wurden mit dem Betreiber aber vertraglich festgelegt, hier sind Preisanpassungen nur mit Zustimmung der Stadtverordneten möglich. Mit dem Einheimischen-Modell ist diese Zustimmungspflicht auf Werderaner und Gästekarteninhaber beschränkt worden. Folgenden Preisanpassungen für diese Gruppen wurde von den Stadtverordneten zugestimmt:

Kinder von 5 bis 17 Jahren

-3 Stunden: 3,50 € (bisher 2 € lt. Vertrag)
-Tageskarte: 7,50 € (bisher 3 € lt. Vertrag)

Erwachsene

-3 Stunden: 5,50 € (bisher 3 € lt. Vertrag)
-Tageskarte: 9,50 € (bisher 5 € lt. Vertrag)

Diese Preise gelten montags bis freitags außer an Feiertagen und außer in den Ferien. Kinder unter 5 Jahren aus diesen Gruppen können wie bisher kostenlos das Sport- und Familienbad der Havel-Therme besuchen.

Die Havel Therme GmbH wird zur Umsetzung der Regelung für Einwohner der Stadt einen Werder-Bäder-Pass einführen. Er wird gegen Vorlage des Ausweises oder eines geeigneten amtlichen Dokumentes in der Therme ausgestellt. Übernachtungsgästen der Stadt wird bei Zahlung des Kurbeitrages eine Gästekarte ausgehändigt, die wie der Werder-Bäder-Pass zu den vergünstigten Eintrittspreisen berechtigen wird.

Der Werder-Pass wird in der Therme erhältlich sein, die neuen Eintrittspreise für Werderaner und Gästekarteninhaber gelten ab dem 5. Dezember. Eine Preisbindung für die weiteren Tarife oder Besuchergruppen besteht laut Betriebs- und Instandhaltungsvertrag nicht und wird durch die freie Preisgestaltung durch die Havel Therme GmbH ergänzt.

Klaus-Dieter Bartsch alias Bartschi verabschiedet

Klaus-Dieter Bartsch alias Bartschi verabschiedet sich in den „Un-Ruhestand"

17.11.2022 Am 1.4.1990 hat Klaus-Dieter Bartsch als Platzwart für den Arno-Franz-Sportplatz begonnen, für die Stadt Werder (Havel) zu arbeiten. Gestern ist er als Sportchef und, wie Bürgermeisterin Manuela Saß ironisch anmerkte, „freies Atom, das in allen Bereichen der Stadtverwaltung zu Hause ist", mit einem kleinen Empfang in den „Un-Ruhestand" verabschiedet worden.

In der Stadt ist er allgemein als Bartschi bekannt und den meisten Einwohnern aus verschiedensten Anlässen vertraut. Der Bürgermeisterin fielen einige Bezugspunkte zum Anfangsbuchstaben seines Nachnamens ein: B wie Ballsport, Baumblütenumzug, Baumblütenkönigin. Oder bodenständig. Ein Mensch, der zu Werder gehöre wie die Heilig-Geist-Kirche auf die Insel.
Die Übergänge zwischen Dienst und Ehrenamt sind bei Klaus-Dieter Bartsch oft fließend. Seit mehr als 30 Jahren ist er Chef des Stadtsportbundes, seit fast 30 Jahren Präsident des Werderaner FC Viktoria - des größten Vereins der Stadt. Er ist Manager der Baumblütenköniginnen und koordiniert die Blütenumzüge.
Er spielt den Weihnachtsmann auf dem Werderaner Weihnachtsmarkt, präsentiert Werder auf der Grünen Woche und ist Botschafter des Patenvereins Hertha BSC. Zweimal ist Werder mit ihm sportlichste Stadt geworden. „Das ist dein Verdienst", sagte Manuela Saß in ihrer Abschiedsrede.

Es gebe nicht mehr viele Menschen wie Bartschi, die Persönliches hintenan stellen, um für die Gemeinschaft zu wirken, ergänzte ihr 1. Beigeordneter Christian Große. Er hat nicht nur dienstlich, sondern auch lange ehrenamtlich im Vorstand von Viktoria mit Bartschi zusammengearbeitet. Mit seiner offenen Art sei Bartschi bisweilen angeeckt. Dass er in der ganzen Stadt wertgeschätzt werde, zeige, dass ihm das nicht geschadet hat.

„Zuverlässig, willensstark, ehrlich, loyal", das sind Eigenschaften, die Ehrenbürger Werner Große für Klaus-Dieter Bartsch einfallen. Der frühere Bürgermeister hatte ihn einst mit einem Anruf eingestellt. „Auf Bartschi war immer Verlass. Der war auch nach 20 Minuten da, wenn man ihn nachts aus dem Bett geklingelt hat."

Sein früherer Verwaltungskollege Dietmar Schulze glaubt, dass Bartschi auch in der Politik, der Kirche oder beim Karneval Karriere gemacht hätte. „Was du anfasst, das läuft." In der Verwaltung müssten jetzt vier Stellen besetzt werden, um Bartschis Arbeitspensum zu bewältigen, merkte er augenzwinkernd an.

Klaus-Dieter Bartsch, der gestern zugleich seinen 64. Geburtstag feierte, war sichtlich gerührt von den Worten, guten Wünschen und von den Liedern, die „Karsten Perenz und sein Drama" zu dem Anlass auf ihn gedichtet hatten. Für einige Aufgaben werde er weiter zur Verfügung stehen, Präsident des Stadtsportbundes zum Beispiel wird er bleiben. Andere Aufgaben werde aufgeben, um mehr Zeit für Dinge zu haben, die er bislang vernachlässigt habe.

In einer Dankesrede erinnerte er an den Neuanfang der Stadtverwaltung nach der Wende („eine geile Zeit") und erzählte Anekdoten von Menschen, die ihn auf seinem Weg begleitet haben und die teilweise bei der Feier dabei waren. Namen wie Marion Nikolajsen, Gudrun Zander Werner Große, Hartmut Schröder oder Frau Paul fielen. Letztere eine Werderanerin, die ihm vom Wohnzimmerfenster regelmäßig die Gemütslage der Werderaner erklärte und die natürlich eingeladen war.

Es sei nicht immer geradeaus für ihn gegangen, aber er habe, auch dank seiner guten Freunde und Wegbereiter, immer „zurück auf die Spur gefunden". Viele Kollegen und Freunde hätten in den letzten Monaten zu ihm gesagt: „Schade, dass Du aufhörst." Das, sagte Bartschi, habe ihn besonders gefreut.

Freundliche Grüße
Henry Klix

Neue Willkommensbroschüre der Stadt Werder (Havel)

Wie ist die Stadtverwaltung aufgebaut? Wo kann ich welche Behördengänge erledigen? Welche Kindertagesstätten und Schulen bietet Werder (Havel)? Wie kann man sich ehrenamtlich engagieren? Welche Angebote gibt es für Senioren? Diese und viele weitere Fragen beantwortet die neue Willkommensbroschüre der Stadt, die im frischen, modernen Layout entwickelt wurde. Ab sofort steht sie im Bürgerservice als Angebot für neu hinzugezogene Bürger, aber auch für alteingesessene Werderaner zur Verfügung.

Die Broschüre umfasst Informationen zu Dienstleistungen der Stadtverwaltung und des Landkreises, zu Schulen und Kitas, Senioren, Soziales, Ehrenamt, Events und Tourismus sowie Beteiligung. „Die Mappe wurde gestalterisch grunderneuert und inhaltlich erweitert, um den Neu-Bürgern wichtige Informationen für einen guten Start in Werder (Havel) mitgeben zu können“, sagt Bürgermeisterin Manuela Saß.

Neben Kontaktdaten zu den Ortsvorstehern sowie vielen weiteren Ansprechpartnern sind in der Broschüre auch Karten zu finden, die Standorte von Schulen, Kitas, Tagesmüttern oder Pflegeeinrichtungen im Stadtgebiet verorten. QR-Codes führen bei Bedarf zu mehr Informationen. Auf der letzten Seite im Heft sind Produkte mit Werder-Motiven aus dem Regio-Shop aufgeführt, die in der Touristinfo erhältlich sind.

„Das Infoheft kann auch für Werderanerinnen und Werderaner interessant sein, die nicht frisch zugezogen sind. Denn Angebote, Institutionen oder Ansprechpartner können sich schnell ändern“, so die Bürgermeisterin. Auf Nachfrage im Bürgerservice ist die Willkommensbroschüre für alle Bürger der Stadt und der Ortsteile bestellbar.

Sie wird kostenfrei per Post versendet. Interessierte können sich dazu beim Bürgerservice unter (03327) 783-150 oder per E-Mail an buergerservice@werder-havel.de<mailto:buergerservice@werder-havel.de> melden. Die Willkommensbroschüre liegt außerdem in den Rathäusern aus. Zusätzlich ist sie unter www.werder-havel.de/willkommensbroschuere<http://www.werder-havel.de/willkommensbroschuere> als Download verfügbar.

Geplant ist, das Heft jährlich mit aktualisierten Angaben herauszugeben.

Text: Luise Fröhlich

Mittwoch ist Wahltag zum Zukunftshaushalt

Am Mittwoch zählt's: An den Werderaner Schulen findet am 16. November die Abstimmung über die zugelassenen Projekte des Zukunftshaushaltes statt. Alle Schulen der Stadt nehmen an der Wahl teil. Stimmberechtigt sind alle Schüler ab der 4. Klasse – auch diejenigen, die nicht in Werder (Havel) leben, aber hier zur Schule gehen.

Rund 2500 Begleitbroschüren und Wahlzettel sind in den vergangenen Tagen an die Schulen verteilt worden. Insgesamt können die Kinder und Jugendlichen über 29 Vorschläge entscheiden, die von Werderanern im Frühjahr eingereicht wurden. Beim ersten Anlauf des Zukunftshaushaltes 2020 wurden 1792 gültige Stimmzettel ausgezählt, was für eine sehr hohe Wahlbeteiligung spricht.

„Wir hoffen in diesem Jahr auf eine ähnlich hohe Zahl und sind gespannt, wo die Kinder und Jugendlichen ihre Prioritäten setzen“, erklärt Werders Bürgermeisterin Manuela Saß. „Das Besondere am Zukunftshaushalt ist, dass sie ganz direkt entscheiden können. Die Vorschläge, die die meisten Stimmen erhalten, gewinnen und werden umgesetzt."

Insgesamt stehen 200.000 Euro für den Zukunftshaushalt bereit. Ein Vorschlag darf höchstens 30.000 Euro kosten, sodass mindestens sechs Projektideen umgesetzt werden können. Zum Auszählen der Stimmen wird der Zukunftsrat, der die Wahl mit der Stadt und dem Kompetenzzentrum für Kinder- und Jugendbeteiligung Brandenburg vorbereitet hat, noch einmal aktiv werden. Das Ergebnis der Wahl wird im Dezember feststehen.

Für diejenigen wahlberechtigten Kinder und Jugendlichen, die ihren Wohnsitz in Werder (Havel) haben, aber außerhalb der Kommune zur Schule gehen, besteht die Möglichkeit der Briefwahl. Dazu genügt eine formlose Anmeldung per E-Mail mit dem Betreff „Briefwahl“ sowie dem Name und der vollständigen Adresse an zukunftshaushalt@werder-havel.de.

Alle Infos zum Zukunftshaushalt unter: www.zukunftshaushalt.de.

Text: Luise Fröhlich

Neue Ladesäule für Elektrofahrzeuge in Töplitz

Auf dem Dorfplatz in Töplitz ist am Donnerstag eine Ladesäule für Elektrofahrzeuge in Betrieb genommen worden. Ortvorsteher Frank Ringel schloss zum Start mit Projektleiter Stefan Marten von der Stadtverwaltung und Servicepartner Manuel Toplak von der EMB Energie Mark Brandenburg GmbH symbolisch ein Elektrofahrzeug aus der Fahrzeugflotte der Stadtverwaltung an einen der beiden Ladepunkte an.

Frank Ringel betonte, dass es sich um die erste öffentliche Ladesäule im Werderaner Ortsteil handele. „Mit der Stadtverwaltung haben wir dafür einen idealen und zentralen Standort im Dorf gefunden", so der Ortsvorsteher. Von Manuel Toplak ließ er sich erklären, wie der Ladevorgang und die Abrechnung funktionieren.

Stefan Marten dankte dem Landkreis Potsdam-Mittelmark, aus dessen Programm „Klimafreundlich in PM" das Projekt finanziert wurde, für die Unterstützung. Aus demselben Programm sind in den letzten Wochen weitere Ladesäulen am Parkplatz Grellebucht in Petzow und am künftigen Hoffbauercampus in Glindow gefördert worden.

Seit längerem können Elektrofahrzeuge zudem an den städtischen Ladesäulen auf dem Hartplatz in Werders City, am Marktplatz in den Havelauen, im Parkhaus am Stadtbahnhof Werder und am Kiez in Glindow aufgeladen werden. Noch in diesem Jahr soll zudem eine Ladesäule mit zwei Ladepunkten am Lindowschen Haus installiert werden. Dort befinden sich die Tourist Information und der Bürgerservice der Stadt.

Die Ladepunkte werden nach der Inbetriebnahme in die Ladesäulenkarte der Bundesnetzagentur aufgenommen. https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/E-Mobilitaet/Ladesaeulenkarte/start.html

Namensgebung der Resi-Salomon-Straße zum Jahrestag

Namensgebung der Resi-Salomon-Straße zum Jahrestag der Pogromnacht

Repressionen gegen Juden hat es mit zunehmender Brutalität bereits seit dem Machtantritt der Nazis im September 1933 gegeben. „Mit dem 9. November 1938 bekam der Terror eine neue Qualität, der Weg in den Holocaust war vorgezeichnet“, so Bürgermeisterin Manuela Saß bei einem Termin zum Jahrestag der Pogromnacht am 9. November in der neuen Resi-Salomon-Straße Glindow.

Auch in der Region Werder (Havel) sei es zu massiven Ausschreitungen gegen jüdische Einwohner gekommen, so die Bürgermeisterin. „Privathäuser und Geschäfte wurden geplündert und zerstört, die Bewohner verhöhnt, bedroht und eingeschüchtert.“

Mehr als hundert jüdische Einwohner aus Werder seien in der Nazizeit in die Emigration getrieben, deportiert oder ermordet worden. Für viele von ihnen endete der Weg in Konzentrationslagern. Eine Arbeitsgruppe Werderaner Bürger hat in einem Gedenkbuch vor sechs Jahren an „Jüdische Schicksale“ (so lautet der Buchtitel) in der Stadt erinnert. Die Stadt Werder (Havel) hat allen Schulen Klassensätze dieses Buches bereitgestellt.

Eines der dort beschriebenen Schicksale ist das von Resi Salomon. Zum Jahrestag der Pogromnacht ist mit Stadtverordneten, Schülern des Oberstufenzentrums und Bürgern eine Straße in Glindow nach Resi Salomon benannt worden. Die Namensgebung geht auf einen Beschluss der Stadtverordneten zurück. Bürgermeisterin Saß erinnerte an das Leben der Glindowerin, das im Gedenkbuch dokumentiert ist.

Nach der Scheidung von ihrem Mann Albert Salomon war Resi Salomon 1924 mit ihren beiden gemeinsamen Söhnen, Hans und Lutz, aus dem Rheinland nach Glindow gezogen. Offenbar hatte sie hier eine Tätigkeit als Gärtnerin und Obstzüchterin aufgenommen. 1936 erwarb sie Grundbesitz in der Klaistower Straße. Auf 7,6 Hektar betrieb sie eine Gärtnerei, Spezialität: Stauden- und Topfgewächse.

Ihr Sohn Hans wurde als Gärtner ausgebildet. Sohn Lutz nahm eine kaufmännische Lehre in Berlin auf. Als die Firma, bei der er tätig war, „arisiert“ wurde, wanderte Lutz Salomon um 1936 nach Südafrika aus.

Seit 1939 war Resi Salomon in ihrer eigenen Gärtnerei nur noch als Gelegenheitsarbeiterin tätig. Nach der Verordnung zur Arisierung jüdischer Geschäfte hatte sie ihren Betrieb zuvor an einen Glindower Gärtner verkaufen müssen. Offenbar wollte Resi Salomon ihrem Sohn Lutz nach Kapstadt in die Emigration folgen. Der Plan misslang.

Resi Salomon wurde am 14. April 1942 in das Warschauer Getto deportiert. Von dort aus wurde sie vermutlich Ende Juli 1942 nach Treblinka deportiert, wo sie ermordet wurde. Der Hausrat von Resi und Hans Salomon wurde am 10. Juli 1942 nach einer Ankündigung im General-Anzeiger versteigert, der Erlös von 358,65 Reichsmark ging an den Reichsfiskus.

Zwei Monate nach seiner Mutter wurde Hans Salomon nach Minsk deportiert, er ist dort ermordet worden. Seit Oktober 2014 liegen vor dem Grundstück Klaistower Straße 70 in Glindow zwei Stolpersteine für Resi und Hans Siegfried Salomon. Die neue Resi-Salomon-Straße, die zum neuen Hoffbauer-Campus führt, ist nur ein paar Schritte davon entfernt.

Jüdische Schicksale in Werder lassen sich häufig nur aus wenigen Dokumenten wie Personenstandsakten und Adressbüchern rekonstruieren. Auch zur Pogromnacht in Werder ist im Stadtarchiv nur ein Dokument erhalten geblieben: eine Bauakte, in der die Schäden an Wohn- und Geschäftshäusern acht jüdischer Familien in Werder dokumentiert sind.

Fünf Kopien der Bauakte wurden von der Bürgermeisterin dem Anne-Frank-Projekt des Oberstufenzentrums Werder bereitgestellt. Schüler der Projektgruppe berichteten bei dem Termin von einer Exkursion mit dem Aktionsbündnis für ein Weltoffenes Werder an frühere Lebensorte jüdischer Mitbürger in Werder, die von den Nazis vertrieben und ermordet worden waren.

Bürgermeisterin Saß begrüßt, dass sich junge Menschen in der Stadt mit diesem Kapitel der Geschichte auseinandersetzen: „Das Erinnern an die deutsche Nazi-Vergangenheit darf ebenso wenig aufhören wie das Engagement gegen Verfolgung, Krieg und Gewalt in der Gegenwart."

Altablagerung „Mittelbruch Neu-Töplitz“

Altablagerung „Mittelbruch Neu-Töplitz“ wird erneut gesichert

Wegen Schäden an der alten Oberflächenabdeckung soll die Altablagerung „Mittelbruch Neu-Töplitz“ erneut gesichert werden. Die Arbeiten haben in dieser Woche begonnen und sind voraussichtlich Frühjahr 2023 abgeschlossen.

Zunächst müssen einige Bäume gefällt werden, um die Deponie mit schwerem Gerät erreichen zu können. Dann werden freigelegte Müllreste abgesammelt, bevor die Überdeckung fachgerecht mit Erdstoffen und Rasenansaat erneuert wird.

Die Untere Bodenschutzbehörde des Landkreises hatte bei eine Kontrolluntersuchung Schäden an Teilbereichen der Abdeckung der DDR-Deponie entdeckt, die vor Jahren schon einmal saniert worden war. Durch die Stadt wurde in Abstimmung mit der Bodenschutzbehörde ein zeitgemäßes Sicherungs- und Sanierungskonzept erstellt, das jetzt umgesetzt wird.

Ursprünglich sollte das Vorhaben zum Jahresbeginn starten, wegen starker Vernässung musste es verschoben werden. Für die erforderlichen Baumfällungen musste nun die vegetationsfreie Periode abgewartet werden. Die Untere Bodenschutzbehörde begleitet die Arbeiten fachlich.

Die Altablagerung befindet sich am nordöstlichen Ortsrand von Töplitz, nördlich und südlich eines Feldweges, der von der Weinbergstraße abzweigt. Es ist während der Bauarbeiten in diesem Bereich mit erhöhtem Aufkommen von schweren Baufahrzeugen zu rechen. Eine durchgängige Befahrung des Feldweges ist jedoch gewährleistet.

Für weitere neun DDR-Hausmülldeponien in der Stadt und den Ortsteilen von Werder werden aktuell Gefährdungsabschätzungen erstellt. Bewusst wird dafür das Ende der Vegetationsperiode abgewartet, wenn die Ablagerungen nicht mehr so stark verwuchert sind. Auf mehreren Deponien wird durch den Bauhof der Stadt zudem in den nächsten Wochen der sichtbare Müll abgesammelt.

Fragen zur Sicherung von Altdeponien sind im Juli an dieser Stelle beantwortet worden: https://www.werder-havel.de/politik-rathaus/aktuelles/neuigkeiten/211-antworten/3603-wie-werden-altdeponien-gesichert-und-saniert.html

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Henry Klix

Auf Anordnung

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